Dacheindeckungen
Steildach / Satteldach
Dächer mit einer Dachneigung von mehr als 22° werden allgemein als Steildächer bezeichnet. Die Eindeckung erfolgt regionaltypisch mit Tondachziegeln, Betondachsteinen, Schindeln oder Schiefer. Seltener zum Einsatz kommen Holzschindeln und Reet.
Walmdach mit Mansarde
Das Walmdach verfügt nicht nur auf den Traufseiten, sondern auch auf den Giebelseite über geneigte Dachflächen. Sie werden als Walme bezeichnet.
Ein vollständiger Walm ersetzt den Giebel, dadurch weist das Dach an allen vier Seiten Schrägen auf. Ein Walmdach endet jedoch in jedem Falle in einem Dachfirst, andernfalls spricht man von einem Zeltdach.
Bei dem Walmdach ist das Verhältnis von Dach- zu Wandfläche ein anderes als beim Satteldach, da hier das "beherrschende Moment" das Dach ist. Der Giebel ist hier abgelöst von der gewalmten Dachfläche. Die spezifischen Bezeichnungen des Walmdaches sind: First, Anfallspunkt, Walm und Traufe.
Da diese Dachform nach allen Seiten eine gewisse Distanz wahrt und "stattlich" erscheint, fand sie bei vielen herrschaftlichen Bauten Verwendung.
Flachdach
Flachdächer sind Dächer mit keiner oder nur geringer Dachneigung. Geringes Eigengewicht der Dachhaut, erweiterte Nutzungsmöglichkeiten z.B. Dachterrassen, begrünte Flächen, Parkdecks, Aufstellung und leichte Zugänglichkeit technischer Aggregate, Belichtungsmöglichkeit für innenliegende Räume sowie gestalterische Freiheit im Grundriss sind die bedeutendsten Vorteile von Flachdächern.
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